Uli Eisner's Weblog

Musik, Sound & so…

Archiv für die 'Tontechnik' Kategorie

Mick Brehmen gestorben / Erinnerungs-Konzert

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 27. April 2010


Am 17. April 2010 ist – für uns alle völlig unerwartet -
unser Freund, Kollege und Mitmusiker

Mick Brehmen

von uns gegangen.

Wir haben uns entschlossen, kurzfristig ein Erinnerungs-Konzert anzuberaumen. Einerseits, um Mick musikalisch die letzte Ehre zu erweisen aber auch, um seinen Sohn Tamo und seine Lebensgefährtin Manuela zu unterstützen. Die Einnahmen gehen komplett an die beiden.

Montag, 3. Mai 2010
Schabernack
Margaretenstr. 14, 82152 Krailling (bei München)
Eintritt: € 10,-

Lageplan (Google-Maps)

Es werden viele von Mick’s Weggefährten anwesend sein, es verspricht also ein musikalisch wie anderweitig interessanter Abend zu werden!

Wer Mick nochmal in Aktion am Basso fantastico sehen möchte, dem sei dieser YouTube-Link empfohlen. Über 1 Stunde Material von unserem München-Konzert am 15.10.2009.


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Workshop-Tour: MASTERING

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 22. Februar 2010

Mastering mit Wavelab

Im März 2010 mache ich zusammen mit
Music & Media Seminars
eine Workshop-Tournee.

Deutschland – Österreich – Schweiz.
Final Mastering ist das Thema.

Die Nachbearbeitung und Veredelung von bereits gemischtem Material ist ein komplexer Arbeitsablauf, der viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Know-How erfordert. Falsch angewandt kann Mastering mehr verderben als optimieren.

Im Workshop gibt es Anleitungen zu den verschiedenen Arbeitsschritten wie: Technisches Mastering, Kreatives Mastering, Endmontage und PQ-Daten, Schneiden, Fades etc. Ich demonstriere das anhand der Mastering-Software Wavelab von Steinberg. Der Seminar-Fahrplan folgt weiter unten.

Die Termine:

  • 04. März 10 – Hamburg
    Do, 17.00-22.00 h
  • 05. März – Berlin
    Fr, 17.00-22.00 h
  • 06. März 10 – Dortmund
    Sa, 10.00-16.00 h
  • 07. März 10 – Frankfurt am Main
    So, 10.00-16.00 h
  • 08. März 10 – Stuttgart
    Mo, 17.00-22.00 h
  • 09. März 10 – Zürich
    Di, 17.00-22.00 h
  • 10. März 10 – München
    Mi, 17.00-22.00 h
  • 11. März 10 – Wien
    Do, 17.00-22.00 h
  • 15. März 10 – Treppendorf
    Mo, 17.00-22.00 h

Die Seminarinhalte:

Anhand praktischer Beispiele demonstriere ich die Arbeitsschritte zum optimalen Mastering:

  • Was ist Mastering? Begriffsklärung: Mischen ist (noch) nicht Mastering
  • Voraussetzungen: Abhörsituation, Tools
  • Was Sie über Lautheit und Pegel wissen sollten
  • Weshalb ist Mastern sinnvoll, was kann es leisten?
  • Fehlerhafte Mischungen korrigieren
  • Mischungen veredeln, kompakten, druckvollen und transparenten Klang erzeugen
  • Homogenes Klangbild verschiedener Albumtitel erzeugen
  • M/S-Mastering: Was ist das, wann ist es angebracht?
  • Mehrspur-Mastering
  • Premastering: Erstellung einer Red-Book-kompatiblen Vorlage für das Presswerk

Seminardauer:
10.00 – ca. 16.00 Uhr bzw. 17.00 – ca. 22.00 Uhr (je nach Wochentag)

Teilnehmer:
max. 18

Seminargebühr:
198.- € /
inkl. 19% Mwst.

Kaffeepausen, Getränke, Snack und Seminarunterlagen.

Teilnahmezertifikat auf Wunsch.

Weitere Infos & Anmeldung bei: Music & Media Seminars

:kino:

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“Mixing Workshop 2.0″ ab sofort erhältlich!

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 11. Februar 2010

Mixing Workshop 2.0Wie in einem früheren Artikel hier schon erwähnt, wurde mein Buch von Uli Hoppert sehr kompetent – wie ich finde – überarbeitet. Das war im Sommer 2009. Dann hat das Ganze etwas gedauert, was sicherlich nicht an den Autoren lag.

:kaffee:

Was lange währt, wird nun endlich gut!

Ich habe heute meine Beleg-Exemplare erhalten, das bedeutet, es liegt schon mal in gedruckter Form vor!

Bei einer Google-Recherche konnte ich dann feststellen, dass es zumindest im Netz auch schon an vielen Stellen zu bekommen ist, hier eine kleine Auswahl:

PPVMedien
Weltbild
Shop2Rock
Maydrums

Nun denn – auf zu neuen Taten!

:fiddle:

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Studio-Umbau

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 4. Dezember 2009

Film: Studio-Rundflug gerendert
Film: Studio-Rundflug Umrisse

Anfang 2010 stehen bei mir grössere Umbau-Aktionen ins Haus, in deren Zuge auch das Misch- & Mastering-Studio einen neuen Raum bekommt. Dort wird es vor allem wesentlich mehr Tageslicht haben mit insgesamt 3 Fenstern!

Wie es so meine Art ist, wird sowas im Vorfeld explizit geplant, man möchte ja vorher wissen, ob das alles so reinpasst, wie man sich das vorstellt, ohne Gefahr zu laufen, dass man dann die Türe nicht mehr aufbekommt :mrgreen:

Im digitalen Zeitalter gibt es dafür wunderbare Programme, oft sogar als Freeware, mit denen man nicht nur auf den Millimeter genau planen kann, sondern sich auch noch plastisch und bunt ansehen kann, wie´s nachher ausschaut. Damit nicht genug, das Ganze kann man dann auch noch als Rundflug-Film exportieren und sein Umfeld damit nerven 8)

Für Interessierte. Das Programm nennt sich 3D Haus Design und war auf der Heft-DVD der Chip 11/2009.

Wer also an der Planung teilhaben oder einfach nur das zukünftige Studio mal sehen möchte: es gibt eine gerenderte, bunte Version und eine mit Umrissen – einfach das entsprechende Bild anklicken und los geht´s. Wann immer es relevante Änderungen gibt, werde ich die Filme aktualisieren.

Fasten your seatbelts – und wer nicht schwindelfrei ist: Kotztüte bereithalten! :mrgreen:

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Apple contra Windows

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 27. November 2009

Sch.... Computer!Ich beteilige mich gerade an einer Diskussion auf Facebook, deren Inhalt ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Eröffner der Diskussion
hält nichts von Ipod und Itunes. Hier auf einer Konferenz wollte eben ein Kunde ein einzelnes mp3 von mir haben u. ich musste ihm erklären dass das nicht so einfach geht…jeder andere Player für 20Euro kann das…

Teilnehmer 1
Das ist die technische Seite – rechtlich sollte jeder für Musik bezahlen, von daher ist Ipod dann wieder eine feine Sache

Teilnehmer 2
es ist schon möglich..aber halt nur durch tricks…und das ist schade

Teilnehmer 3
Ist doch nicht dein Problem, du hast den song ja. Teilnehmer 1 hat völlig Recht, im Bezug auf die Rechte!

Eröffner
Du hast schon Recht Teilnehmer 1 dass Apple die rechtliche Seite strikt regelt u. das ist auch irgendwo ok. Aber in unserem Job wo man öfters GEMA-freie Jingles oder bearbeitete mp3s braucht u. schnell mal auf nen mp3-Player rüberziehn muss ist das völlig unbrauchbar. Und der hype um das Apple-Zeug sowieso ein totaler Witz… @Teilnehmer2: Lass uns doch eine Anti-Apple-Gruppe gründen! :-)

Teilnehmer 2
das thema rechte hat schon seinen sinn….ich mag es nur nicht, wenn mir ein programm die möglichkeit nimmt, selbsst zu entscheiden. da geb ich Eröffner in jedem fall recht

Eröffner
GANZ GENAU!!!

Uli Eisner
Das ist ja alles ganz edel, was Ihr da diskutiert. Apple jedoch gehen fremde Urheberrechte am Arsch vorbei. Apple ging es seit jeher vor allem um grösstmögliche Inkompatibilität (zu Fremdprodukten). So ist gewährleistet, dass man Apple kaufen muss, will man bestimmte Dinge haben. Funktioniert ja auch: die weltweite Herde rennt iPod & iPhone hinterher…

Teilnehmer 3
Und das aus gutem Grund, weil es “funktioniert”!

Teilnehmer 2
ich denke eher, dass apple da versucht den clubgedanken durchzusetzen und sich so vor dem übermächtigen gegner microsoft behauptet. und richtig…es funktioniert wenigstens

Uli Eisner
Komisch – ich hab vor Jahren meinen kompletten Apple-Park entsorgt und trotzdem funktioniert alles bestens…
Kann es sein, dass die Apple-Gemeinde 15 Jahre alte Vorurteile vor sich her trägt?
Ja – und der böse Gegner Microsoft … wenn ich mir da die Engagements des Herrn Gates ansehe und mit Steve Jobs vergleiche, komme ich auf ganz andere Gedanken…
Ich denke nicht, dass Herr Jobs ein Altruist ist.
Mich stört nicht der technische Aspekt, Apple ist nicht besser oder schlechter. Mich stört die Politik unter dem Deckmäntelchen des “Clubgedankens”.

Eröffner
Stimme Uli voll und ganz zu! Und was heisst hier überhaupt “Clubgemeinde”? Es geht hier um dämliche mp3-Player (wobei der IPod noch nicht mal ein mp3-Player ist, sondern ein lausiger AAC-Player mit Software die das so hin wandelt). Und durch die Verknappung von Ihrem IPhone hat Apple dem Schlipsträger von heute auch noch das Gefühl gegeben etwas “exclusives” zu besitzen, so ein Quark! Ein jahrzehntealter Marketingtrick der immer noch bestens funktioniert…

Teilnehmer 2
schöne diskussion :) natürlich ist mac nicht unfehlbar. das ist ja nicht das thema. ich reduziere mac aber auch nicht auf itunes und ipod/iphone. für ton und videoschnitt hat mich gates noch nicht überzeugen können. mac ist da schnell und stabil und sas schon seit jahren. in der nieschenanwendung auch unschlagbar! ach… und ich habe mac, weil ich keine bluescreens mag ;)

Uli Eisner
1) meine letzte Bluescreen ist ca. 4 Jahre her
2) Gates kann Dich nicht überzeugen. Wenn Apple Firmen aufkauft, wird die Win-Variante einfach eingestellt. Final Cut und Logic sind 2 Beispiele hierfür.
3) Und wenn Apple gerade mal lustig ist, stellen sie mal eben eine Schnittstelle ein, die sie selbst erfunden haben und an der weltweit die komplette Studiohardware hängt. Ich sage nur G4, das hätte mich DM 25.000 extra gekostet für Hardware, die ich bereits hatte. So ein Vorgehen ist technisch absolut nicht notwendig. Wenn Du heute einen PC mit Parallel-Port willst, bekommst Du den immer noch, ohne auf moderne Schnittstellen verzichten zu müssen.
Somit behaupte ich weiter: Apple ist getriieben von politischen Entscheidungen zur Gewinn-Maximierung.

Teilnehmer 2
völlig richtig, daß sich das marketing bei apple geändert hat. und das sicher nicht zu unseren gunsten. aber was das anbetrifft…da nimmt sich keiner mehr die moral aufs schild. gutes beispiel hierfür ist auch unsere branche. das prinzip leben und leben lassen ist geschichte. damit will ich sicher nicht die verkaufspolitik von apple verteidigen. war gerade im apple dom in der rosenstraße. hat nichts mehr mit meinen mac anfängen zu tun. das was ich an meinen macs mag, ist daß sie problemlos laufen und das auch noch schnell. aber dafür kann ja das marketing nichts

Uli Eisner
Sorry, dass ich widerspreche. Das Apple-Konzept war schon immer das der Abschottung. Als IBM Lizenzen vergab für kompatble PCs, wollte Atari einen Mac-kompatiblen Rechner rausbringen. Den Atari, den wir später kennengelernt haben, war das Ergebnis: Apple verweigerte die Lizenzen, Atari entwickelte dann halt was ähnliches. War nicht umsonst jahrelang DER Musikrechner.
Ich arbeite in Fremdstudios nach wie vor auch an Macs. Glaube ruhig einem, der beide Systeme wirklich kennt. Die nehmen sich nix, weder in Performance noch sonst irgendwie. Alles andere sind uralte Ammenmärchen.
Ich spreche Apple nicht die Qualität ab. Deren Politik kotzt mich an. Sorry!

Teilnehmer 2
bin noch ein alter macler…und die vorurteile bekommt man da schwer raus :) hab mich auf das system eingeschworen und arbeite damit sehr gerne. damit nehme ich natürlich auch die nachteile in kauf, aber damit kann ich leben. mir gefällt das was apple schon immer gemacht hat…resourcenbewusster programmieren als microsoft…vielleicht hat sich das mittlerweilen auch geändert…aber das bleibt bei mir immer hängen. kann natürlich sein, dass wenn sich immer mehr krokodilledertaschen-tussis und rosa-krawatten-träger macs kaufen, nur weil es hipp ist, ich mich auf linux und ne ganz andere kiste einschieße….der hipe, den mac gerade in der scene hat…der geht mir auf den nerv

Uli Eisner
Das ist doch ein schönes Schlusswort ;-)
Ich habe mir erlaubt, diese Diskussion (anonymisiert) auf meinem Blog zu veröffentlichen.

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Mischpult-Beschriftungsband

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 4. Oktober 2009

beschriftungsbandMan möchte meinen, das Thema sei banal – man klebt Gaffa auf´s Pult und gut is. Nun ja. Wenn man drauf steht, dass man nach dem halben Gig nix mehr lesen kann, dafür aber schwarze Handballen hat (was nebenbei gesagt, bei einem guten Permanent-Marker auch nicht so leicht zu entfernen ist), dann mag das angehen. Von den Kleberesten, die sich im Lauf der Zeit auf dem Pult ansammeln mal gar nicht zu sprechen.

Abgesehen davon bevorzuge ich schmale Bänder, die kann man bei vielen Pulten nämlich oberhalb der Fader anbringen – somit ist die Beschriftung immer im Blickfeld.

Die letzten Jahre hatte ich deshalb immer eine Rolle Maler-Krepp dabei, da kann man zumindest gut drauf schreiben und die Schrift bleibt auf dem Band. Aber auch hier ergibt sich auf Dauer das Problem mit den Kleberesten. Dabei haftet das Zeug noch nicht mal gut und rollt sich an den Enden gerne vom Pult weg und je nach Qualität kann man es noch nicht mal sauber und gerade abreissen.

Nun ist mir in letzter Zeit bei Koffer-Jobs* immer öfter so ein geriffeltes Kunststoff-Band unter meinen Edding geraten:

  • es lässt sich hervorragend beschriften (die Schrift bleibt auf dem Band)
  • es ist schmal
  • es haftet gut und geht wieder runter wie nix und behält dabei seine Klebeschicht für sich
  • durch die Querrillen lässt es sich leicht und sauber im 90°-Winkel abreissen

Optimaler geht´s nicht – haben will!

Meine Suche in einschlägigen Läden und Baumärkten blieb relativ erfolglos, die meisten Angestellten schauten mich nach einer Beschreibung der gewünschten Ware an, wie ein Auto: “Sowas gibt´s nicht”. Aha. :gruebel:

Auch die Internet-Recherche gestaltete sich schwierig; ohne die richtigen Suchbegriffe keine Chance! Mit Beschriftungsband kommt nur so Dymo-Zeugs. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich herausfand, dass man nach PVC-Abdeckband oder PVC-Schutzband gerillt suchen muss. Meist nicht in schmal erhältlich, wenn, dann nicht in weiss und meist zu abenteuerlichen Preisen. Das erklärt vermutlich, weshalb bei vielen meiner Koffer-Jobs gelbes Band auf dem Pult pappte – schwarz/gelb besitzt ja die grösstmögliche Signalwirkung – also dann eben gelb!

:arrow: Nach längerem Googlen stiess ich dann auf das Angebot von Tapes & more, mit einem unschlagbaren Preis und Lieferung an jedermann. Kann ich wärmstens empfehlen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

*) Koffer-Job: Man wird für eine Veranstaltung engagiert, wo die gesamte Technik bereits vorhanden ist, selbst das Beschriftungsband wird von der betreuenden Firma gestellt. Man selbst hat meist nur einen kleinen Koffer mit dem Nötigsten dabei: Beschriftungsband ;-) , Edding, Kopfhörer, Referenz-CD, Playback-CDs :mrgreen:

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Fussball-Match in der Schwimmhalle?

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 1. September 2009

mars-venus-saalIn diesem Raum hatte ich vergangene Woche das zweifelhafte Vergnügen, auf einer Hochzeitsfeier mal wieder StreetLIVE zu mischen. Das ist der Mars-Venus-Saal im bayrischen Nationalmuseum (München), den kann man anmieten – so man es sich leisten kann.

Ich denke, man muss kein praktizierender Tonmeister sein, um bereits auf dem Foto zu erkennen: das Ding hat nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit einer alten Kirche – es wird dort wohl auch so ähnlich klingen. Da nutzen auch die paar Vorhängelchen nix.

So war es dann auch. Wenige Takte (unverstärktes) Schlagzeug reichten aus, um eine Assoziation zu einem heftigen Unwetter herzustellen. Dazu eine massive stehende Welle bei 50 Hz die trotz Eliminierung auf PA- und Monitor-EQs (50 Hz -15 dB!) nicht wirklich in den Griff zu bekommen war. StreetLIVE ist ja auch dafür bekannt, ordentlich Rambo-Zambo zu machen, deshalb bucht man die Truppe ja.

Dass es dann trotz Beschränkung auf Vocals und ansonsten lediglich minimalste Anteile der Backline auf der PA einigen Leuten zu laut würde, war zu erwarten und kam dann auch so. Dass es in solch einem Raum praktisch unmöglich ist, etwas zu fabrizieren, das den Namen Sound-Qualität verdient, lasse ich mal dahingestellt. Job kann man so was nicht nennen, eher schon “Mein Kampf”. Und zwar gegen die Akustik und gegen die vielen “Besucher” am Pult – siehe auch Der Mischplatz – ein Infostand? Ich vermute, wenn man einigen Leuten weissmachen würde, so ein Mischpult kann auch die Schwerkraft aufheben, würden sie das auch glauben – Technik kann doch heute alles, da kann doch so ein bisschen Akustik kein Problem sein.

So weit – so gut. Der Auftraggeber wollte richtig Party haben und war im Vorfeld von mir und der ausführenden Event-Agentur gewarnt worden. Stellt sich die Frage, weshalb wider besseres Wissen so ein Raum angemietet wird. Nur um dufte zu sein? Wenn ich ein Fussball-Match austragen will, dann gehe ich doch nicht in eine Schwimmhalle!

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Der Mischplatz – ein Infostand?

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 27. August 2009

Wenn ich ein Konzert mische, brauche ich meine Ohren und volle Konzentration.
Vielen Leuten ist das offensichtlich nicht klar. Offensichtlich glauben sie, man stehe nur da um aufzupassen, dass die teuren Geräte nicht herunterfallen, so einen kann man ja locker mal anquatschen.

Entspricht die Reaktion des Mischers nicht den Erwartungen, drängen sich ganz Hartnäckige auch gerne mal zwischen Mischperson und Mischpult um so ihrem Anliegen den nötigen Nachdruck zu verleihen. Christian Tepfer hat in seinem Artikel “Mischer bei der Arbeit” dafür ein hervorragendes Bild gefunden:

… bitte niemals … einen mischenden Tonmann ansprechen. Es ist im Prinzip so, als wenn man einem Busfahrer vor den Augen rumwedelt.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ausser vielleicht: Ich liebe weiträumige Absperrungen um den Mischplatz, vorzugsweise mit einem oder mehreren bulligen Security-Leuten innerhalb… 8-)

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Guter Sound durch Bücher?

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 26. August 2009

Wenn ich mich so durch die diversen Musiker- und Recording-Boards klicke, stolpere ich immer wieder über die Frage nach geeigneten Büchern, um das Mischen zu lernen.
Da wird dann diskutiert, welches das beste sei, es wird kritisiert, das dieses oder jenes Buch (meines z.B.) nicht genug in die Tiefe ginge, ein anderes sei zu abgehoben, weil dessen Empfehlungen für Homerecorder nicht bezahlbar – die Liste könnte ich endlos fortsetzen.

Mensch Leute, glaubt Ihr wirklich, dass Ihr durch diesen Theorie-Ballast bessere Soundmischer werdet? Haben sich ein Bruce Swedien oder ein Bob Clearmountain ihren Status durch das Lesen von Büchern erarbeitet? Wohl kaum!

Das A und O ist und bleibt die Gehörschulung.  Und zwar lange bevor man anfängt, teures Zeug zu kaufen. Ein edler Channelstrip nebst exquisitem Mikro in einem schalltoten Raum beschert Euch ganz sicher tontechnisch hervorragende Gesangsaufnahmen. Nur, wenn Ihr anschliessend den Mix verkackt, wird das keinem weiter auffallen!

Genaues Hinhören und Analysieren muss man trainieren – das kann Euch kein Buch und auch keine Schule vermitteln. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Erst wenn ich wirklich hören kann, was ein Kompressor tut, kann ich ihn auch sinnvoll einsetzen. Dann erübrigen sich auch die Anfragen an Uli Eisner, wie denn Attack und Release einzustellen sind – man hört es und trifft entsprechende Entscheidungen.

Natürlich kann ich aus Büchern beispielsweise etwas über Maskierung (Verdeckungseffekt) lernen bzw. erfahren, dass es das gibt und folglich meinen Focus darauf richten. Wie sich das aber anhört und -fühlt und was ich dagegen tun kann, kann ich nur durch die praktische Arbeit erfahren. Ich muss nämlich lernen, dass ich jetzt nur noch mit extreme-EQing oder Änderung des musikalischen Arrangements weiterkomme. Und diese Erfahrung geht allemal tiefer als jede noch so ausführliche theoretische Abhandlung zum Thema. Kein Mensch hat je das Fahrradfahren durch das Lesen einer Beschreibung erlernt!

Letztendlich hilft nur eines: Learning by doing!

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British-American Rock Night in München mit Paul Vincent

Erstellt von Uli Eisner (Autor) am 25. August 2009

flyerBARNminiWir gurken ja mit Vincent Rocks quer durch die Republik, aber zu Hause sieht man uns eher selten. Naja – der Prophet im eigenen Lande…

Hier gibt es nun Abhilfe: Wir haben das Metropolis angemietet und uns mit Lennart vs Patrick Ganster zusammengetan, denn gemeinsam sind wir unausstehlich! :angst:

Dort werden wir in Eigenregie eine Rock-Sause alter Schule veranstalten. Eröffnet wird der Abend von Lennart vs Patrick Ganster mit ihrem Programm The Golden Cage. Danach werden Vincent Rocks mit einer eigenwilligen Mischung aus Rock, abgedrehten Covers und Klassik den Saal rocken. Wer danach die Schnauze immer noch nicht voll hat, wird zu guter Letzt von mir noch aus der Konserve im Stile meiner Hippie-Trail-Events bedient. Und das ganze Paket gibt´s für lächerliche 13 Mücken! Also – gleich mal vormerken und ins Outlook eintragen:

Donnerstag, 15.10.2009, 20:00
Metropolis in der Kultfabrik
München, Grafinger Str. 6

Anfahrt | Lageplan1 | Lageplan2

Tontechnisch wird der Abend komplett von mir betreut, wir benutzen PA und Monitoring vor Ort, bringen aber unseren eigenen Mischplatz mit und werden vermutlich auch den Abend auf 24 Spuren aufnehmen. Ich werde zu gegebener Zeit hier noch ausführlicher darüber berichten.

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